Nicolaus Lehmann's Kais. Kön. Hof-Kunsthandlung & Ausstellung Prag 19.11.1891
Herrn Eugen Grothe i Danzig
"Laut Ihrem werthen Schreibens vom 25. Juni wollten Sie noch vor Oktober 1891 den Rest meines Guthabens gänzlich beglichen haben. Ich habe wieder geglaubt u. gehofft, doch vergebens! Da ich aber jetzt das Geld höchst dringend gebrauche, so bitte ich Sie umgehend zu zahlen, was Sie vermögen.
Sie erwähnten von einigen Abmachungen u. ich wiederhole nochmals, daß Ihr Gemälde von mir aus total unberührt blieb.
Achtungsvoll
Nicolaus Lehmann"
Rothkirch Herrn Kaufmann Emil [Eugen] Groth Wohlgeboren Danzig Pfefferstadt Nr 1 Poststempel Berlin 10.11.92
"In Verfolg Ihres lieben Briefes habe ich - Ihr Bild empfehlend - mich an mehrere mir persönlich bekannten Generalsuperintendenten gewendet unter Hinweis auf die von ihnen zu vollziehenden Einweihungen von Gotteshäusern. - Der Herr segne diesen Schritt! - Gott empfohlen Ihr von Rothkirch"
B. 10./11.
B. 10./11.
von Rothkirch Matzdorf 26.9.1893 an den Kaufmann Herrn Eugen Groth Danzig Pfefferstadt 1
Poststempel Ludwigsdorf (Oberschl.) 26.9.93
"Mein lieber Herr Groth!
In Beantwortung Ihres lieben Briefes glaube ich, Ihnen den Rath erteilen zu müssen, das Bild wieder zurückzunehmen, da ich nicht glaube, daß ihre Idee sich an ihre Majestät zu wenden, irgendwelchen Erfolg verspricht. Im vorigen Jahre wandte ich mich, gerade ehe eine Berliner Konferenz der sämtlichen Superintendenten stattfand, mit längeren empfehlenden Schreiben an, wie ich glaube, 6 oder 7 der mir persönlich bekannten Herrn Gen. Superintendenten, u. zwar zunächst nur mit der Bitte, während ihrer Berliner Anwesenheit doch wenigstens Ihr Bild einmal für späteren Bedarfsfall zu besichtigen; ich habe aber nicht gehört, daß auch nur einer der Herren zu diesem Zwecke gekommen wäre.–
Zuletzt empfahl ich Sie und Ihr Bild dem jetzigen Danziger Gen. Sup. Döblin. Dieser Herr nahm die Sache freundlich auf, ich möchte Ihnen auf jeden Fall raten, diesen Herren unter Berufung auf meine Empfehlung, – sobald sie ihr Bild zurück haben – um die Besichtigung desselben zu bitten.
Mit dem Bedauern, daß wir Ihnen nicht haben behilflich sein können, zeichne ich mit bestem Gruß als
Ihr ergebener von Rothkirch"
In Beantwortung Ihres lieben Briefes glaube ich, Ihnen den Rath erteilen zu müssen, das Bild wieder zurückzunehmen, da ich nicht glaube, daß ihre Idee sich an ihre Majestät zu wenden, irgendwelchen Erfolg verspricht. Im vorigen Jahre wandte ich mich, gerade ehe eine Berliner Konferenz der sämtlichen Superintendenten stattfand, mit längeren empfehlenden Schreiben an, wie ich glaube, 6 oder 7 der mir persönlich bekannten Herrn Gen. Superintendenten, u. zwar zunächst nur mit der Bitte, während ihrer Berliner Anwesenheit doch wenigstens Ihr Bild einmal für späteren Bedarfsfall zu besichtigen; ich habe aber nicht gehört, daß auch nur einer der Herren zu diesem Zwecke gekommen wäre.–
Zuletzt empfahl ich Sie und Ihr Bild dem jetzigen Danziger Gen. Sup. Döblin. Dieser Herr nahm die Sache freundlich auf, ich möchte Ihnen auf jeden Fall raten, diesen Herren unter Berufung auf meine Empfehlung, – sobald sie ihr Bild zurück haben – um die Besichtigung desselben zu bitten.
Mit dem Bedauern, daß wir Ihnen nicht haben behilflich sein können, zeichne ich mit bestem Gruß als
Ihr ergebener von Rothkirch"
Badischer Kunstverein Karlsruhe, den 13.12.1897 an Maler E. Groth Danzig Fleischergasse 18
"Geehrter Herr.
Wir senden Ihnen anbei die Zeitungsausschnitte zurück. Es wäre uns sehr angenehm wenn wir das Bild recht bald weitersenden könnten da unsere Räume alle stark überfüllt sind.
Hochachtungsvoll d Conservator C. v. Bage"
Koenigliche Schlossbauverwaltung zu Marienburg W/Pr 9.11.04 an Historienmaler Eugen Groth
Aufstellung im Remter zugesagt, im Zuge der Baumaßnahmen auch an anderer Stelle, langfristig in der Kapelle des Hochmeisters.
Aufstellung im Remter zugesagt, im Zuge der Baumaßnahmen auch an anderer Stelle, langfristig in der Kapelle des Hochmeisters.
Marienburg W/Pr 9. Nov. 04
Hochzuverehrender Herr.
Durch S. Exzellenz den Herrn Oberpräsidenten von Goslar wurde ich zuerst von Ihrer hochherzigen Zuwendung in Kenntnis gesetzt. Mit der Aufstellung war ich recht in Sorge.
Ich theile Ihnen pflichtgemäß nun folgende Absicht mit: Sogleich werde ich eine gute Aufstellung an der Nordwand von Meisters großen Remter veranlassen.
Wenn dort die Arbeiten zur Ausstattung durch Fenstermalereien u. Wandmalereien einsetzen, wird ein anderer Ausstellungsort gewählt werden. Meisters Hauskapelle oder ein entsprechend repräsentantabler Raum des Hochschlosses.
Durch S. Exzellenz den Herrn Oberpräsidenten von Goslar wurde ich zuerst von Ihrer hochherzigen Zuwendung in Kenntnis gesetzt. Mit der Aufstellung war ich recht in Sorge.
Ich theile Ihnen pflichtgemäß nun folgende Absicht mit: Sogleich werde ich eine gute Aufstellung an der Nordwand von Meisters großen Remter veranlassen.
Wenn dort die Arbeiten zur Ausstattung durch Fenstermalereien u. Wandmalereien einsetzen, wird ein anderer Ausstellungsort gewählt werden. Meisters Hauskapelle oder ein entsprechend repräsentantabler Raum des Hochschlosses.
Als endgültiger Ausstellungsort schwebt mir dann Meisters Hauskapelle vor, die ja sehr wesentliche Umgestaltungen erfahren wird, bei denen wahrscheinlich schon entsprechende Rücksicht auf das Bild genommen werden kann. Die weiteren amtlichen Meldungen und Entschließungen darüber verschiebe ich bis zu dem Eintreffen und der ersten Aufstellung, weil ich durch die Anschauung von Maaßen und Wirkung bestimmter Worte und Vorschläge machen kann.
In ausgezeichneter Hochachtung empfehle ich mich Ihnen!
Ihr ergebener
In ausgezeichneter Hochachtung empfehle ich mich Ihnen!
Ihr ergebener
Steinbrecht.
Herrn Historienmaler Eugen Groth Hochwohlgeboren zu Danzig Schießstange Nro 17/18.
Handschriftlicher Vermerk auf dem Umschlag:
Betrifft die Schenkungs-Urkunde! 9./11. 1904
Zeitungsausschnitt von 1904:
"Marienburg, 21. November. Die Arbeiten im Schlosse schreiten rüstig weiter; [...] Ferner ist im großen Remter "Das jüngste Gericht", das der Maler Groth nach dem Muster des jüngsten Gerichts in der Marienkirche zu Danzig hergestellt und dem Schlosse zum Geschenk gemacht hat, zu sehen. Das Bild ist dem berühmten Danziger Gemälde täuschend nachgemacht."
Heute hängt das Original im Museum, in der Marienkirche in Danzig hängt eine Kopie.
Walter Böhme hat diese Kopie in der Marienkirche gesehen. Ob es die von Eugen Groth ist?
Der polnische Führer, den Walter Böhme im August 1998 sprach, meinte, er habe zunächst geglaubt, die Polen hätten das Bild kopiert, dann aber sei er zur Ansicht gekommen, dass die Deutschen es schon Anfang des Jahrhunderts gemacht haben müssten.
Wenn Eugen Groths Kopie vor dem Krieg in der Marienburg gewesen sei, sei es recht wahrscheinlich, dass es diese sei, denn die Bilder aus der Marienburg seien ausgelagert gewesen.
Zum Original ist noch zu vermerken, dass es im 2. Weltkrieg nach Thüringen ausgelagert wurde, von den Russen nach Moskau gebracht wurde und von dort 1956 nach Danzig zurückkam.
Heute wird die Kopie in der Marienkirche weit häufiger besucht als das Original.
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